| Logbuch Rad am Ring |
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Vier RSC'ler haben sich aufgemacht um den Flair der berühmtesten und wohl der schönsten Rennstrecke der Welt zu spühren. Allein die Einfahrt mit dem eigenen Fahrzeug auf diese Rennstrecke, vorbei an Start und Ziel zur Campingposition D123 in der Kurve "Mercedes Arena" war ein Erlebnis. Diese Großveranstaltung, an der nicht nur Radrennfahrer, sondern auch Mountainbiker und Marathonläufer teilnahmen hat eine Ausstrahlung die ihres gleichen sucht. Das glaubst Du nicht? Dann lies den ganzen Bericht und komm im nächsten Jahr mit. Gruß Euerer Schreiberling! Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4Freitag, 22.08.08 17:30 Abfahrt aus Rietberg. Wir fahren ca. 3 Stunden, bevor wir die ersten Hinweise auf den Nürburgring erlesen. 20:30 Ankunft am Nürburgring. Wir reihen uns in eine Fahrzeugschlange von ca. einem Kilometer ein. Es regnet. Klaus holt die Startunterlagen im Veranstalterbüro ab, denn ohne die kommen wir nicht auf die Rennstrecke. 21:00 Wir haben es geschafft. Mit unseren Ausweisen und unserer Positionsnummer D123 (Mercedes Arena) dürfen wir auf die Strecke. 21:15 Erstaunlicher Weise hört es auf zu Regnen und wir können unser Zelt aufstellen. 22:00 Die Arbeit ist getan. Wir gönnen uns ein, zwei, drei Bier. Es fängt wieder an zu regnen. Na dann mal schön gut Nacht. Samstag, 23.08.08 07:30 Die Nacht ist zu Ende. Alle haben gut geschlafen außer Wolfgang. Dem war es in seinem Wohnmobil zu kalt ?!@
08:00 Frisch machen ist angesagt. Die sanitären Anlagen mit Toiletten- und Duschcontainern ist nur 50m entfernt. 08:30 Das Frühstück ist fertig. Der Kaffee duften. Das Brot vom Vortag ist trocken. 09:15 Erkundung des Fahrerlagers. Tolle Eindrücke, die wir hier erhalten. Wir sind jetzt schon begeistert und wollen nächstes Jahr wiederkommen. 09:45 Das zweite Frühstück nehmen wir bei Start und Ziel in der Verpflegungshalle ein. Dort sind auch die Bildschirme für die Rundenzeitanzeige aufgestellt. 10:30 Peter und Klaus fahren die Grand Prix Strecke mit dem Rad ab. Super Gefühl da zu fahren, wo sonst die PS-Boliden rum knattern. 11:00 Thomas und Peter nehmen im Media Center an dem Fahrerbriefing teil. 12:00 Thomas ist unser erster Fahrer. Er macht sich für den Start fertig und stellt sich bei Start und Ziel in der Startaufstellung auf. 13:00 Der Start erfolgt, das Rennen ist freigegeben. Thomas geht bei Sonnenschein auf die ca. 23 km lange Strecke. 14:00 Thomas hat die Runde absolviert. Als nächster geht Klaus auf die Piste. Der Wechsel findet direkt vor unserm Zelt auf der Strecke statt. Nach ca. 5 km macht der Himmel seine Schleusen auf. Es regnet Bindfäden. Nah Suuuuuper! Das Wasser sickert langsam in die Stiefel, der verlängerte Rücken saugt auch schon Wasser. Hoffentlich wachsen mir keine Schwimmhäute. Das kann als Wettbewerbsvorteil ausgelegt werden und das endet meistens auf der Strafbank. Streckenbeschreibung
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An der Mercedes Arena geht es in einer Spitzkehre Richtung Fahrerlager. Nach dem das durchquert wurde, wird der Grand Prix Kurs überquert und man befindet sich auf der Nordschleife. Nach Hatzenbach kann man das Rad dann laufen lassen (40-50 km/h). Bis Hocheichen, dann kommt ein kleiner Anstieg, die Quiddelbacher Höhe. Bis zum Flugplatz muss man die Kurbel treten, damit es vorwärts geht. Dann geht es mit einer affenartigen Geschwindigkeit vorbei an Schwedenkreuz und Aremberg zur Fuchsröhre. Hier steht die Geschwindigkeitsmessung. Das Ding zeigt beim mir 84 km/h an. Da braucht es schon allen Mut, um die nächste Kurve von aussen richtig an zu fahren. Es geht in eine Senke, die den Fahrer sanft, aber bestimmt dazu auffordert aus dem Sattel zu gehen, Adenauer Forst wartet (11 km/h). Dann geht es mit durchschnittlichem Tempo (30-40 km/h) vorbei an Metzgesfeld, Wehrseifen nach Ex-Mühle. Hier ist der tiefste Punkt der Nordschleife erreicht. Ab hier ist die trainierte Muskelkraft erforderlich. Der Tacho zeigt 20 km/h an, Tendenz fallend. Ab Bergwerk befindet man sich dann richtig im Anstieg. Der Tacho zeigt nur noch lächerliche 14 km/h an. Nach Kesselchen sinkt die Nadel dann auf den vorläufig niedrigsten Stand von 10 kn/h. Als nächsten kommt Klostertal, man kann die Strecke schön einsehen und nur vermuten, das die anderen Fahrer genau so am kämpfen sich wie man selbst. Am C. Karussell geht es dann mit der Geschwindigkeit wieder aufwärts (16 km/h). Vor der Steilkurve fallen dem aufmerksamen Fahrer die auf die Straße gepinselten Sprüche auf. Da liest man dann solche Sätze wie „Steil ist geil" oder für diejenigen, die nicht direkt durch die Steilkurve fahren, sondern über den oberen flachen Teil: „Für Weicheier". Wer also die Steilkurve wie immer auch hinter sich gelassen hat, der muss jetzt Steil geil finden, weil es mit 14-18% zur Hohen Acht rauf geht (der Tacho zeigt ... ich schreib's lieber nicht) . Hier ist dann auch eine Verpflegungsstation eingerichtet. Wer will kann Bananen futtern. Die anderen stürzen sich in die Abfahrt vorbei an Wippermann und Eschbach in einem kurvengeschlängel nach Brünnchen. Wer das Gelände richtig ausnutzt kann die kleinen Hügel bei Pflanzengarten 1&2 ohne Probleme mitnehmen. Auch der Anstieg nach Schwalbenschwanz den Galgenkopf hoch ist ohne große Mühe zu nehmen. Kurvenreich geht es dann zur Döttinger Höhe, vorbei an Antoniusbuche zum Tiergarten. Ab Hohenhain geht es dann ca. 2 km gerade aus, natürlich mit starkem Gegenwind. Noch eine kleine Anhöhe und wir sind wieder auf dem Grand Prix Kurs bei Start und Ziel. An den Zuschauertribünen vorbei geht es in das Castol S und dann in die Mercedes Arena. Die Runde ist geschaft.
15:00 Der Transponder wird mir von Thomas vom Bein gerissen und an Peter weitergegeben. Der legt sich sofort voll ins Zeug. Durch die Spitzkehre Richtung Fahrerlager. Weg ist es. Wir haben den 3. Fahrer auf die Strecke geschickt. 16:00 Peter fährt winkend vorbei und stürzt sich gleich in die zweite Runde. 17:00 Jetzt greift der Altmeister in das Renngeschehen ein. Wolfgang bekommt den Transponder umgeschnallt und legt los. Es regnet nicht mehr. 18:00 Auch Wolfgang fährt zwei Runden. 19:00 Thomas darf jetzt wieder in die Kette treten 20:00 Klaus (also ich) fährt seine 2. Runde. Beim Versuch nach der Hohen Acht das Rad einfach mal nur laufen zu lassen, also wer bremst ist feige, geht mir die Strasse aus. Bei ca. 50 km/h geht es für gute 150m ins Grün. Schlagartig wird mir klar warum die Nordschleife auch „Grüne Hölle" genannt wird. War aber auch irgendwie ne blöde Idee! 21:00 Peter fährt in die Nacht hinein, wieder 2 Runden. 23:00 Peter wird von Wolfgang abgelöst. Auch der fährt zwei Runden. Sonntag, 24.08.08 01:00 Thomas nimmt seine nächste Runden unter die Räder. Nach ca. einem Drittel der Strecke versagt die Lichtanlage den Dienst. Die Strecke ist nur an drei Stellen ausgeleuchtet, der Rest ist schwarz wie die „Nacht". 02:00 Thomas bricht sein Vorhaben 4 Runden hintereinander zu fahren ab. Ohne Licht zu gefährlich! 02:15 Für uns, das Team 2336, bricht die Nachtruhe herein. 05:00 Peter ist schon wieder auf den Beinen, nein, er steckt schon rennfertig im Anzug und will wieder in's Geschehen eingreifen. Vorher wird natürlich ausgiebig gefrühstückt. 05:30 Wolkenloser Himmel. Am östlichen Horizont fallen die ersten Sonnenstrahlen auf die Strecke. Peter startet in den Morgen. 06:30 Peter fährt zufrieden in die nächste Runde, währende die Strecken zunehmend durch immer mehr Rennfahrer befahren wird. Also waren nicht nur wir in der Nacht auf bubu-Tour. 07:30 Thomas löst Peter ab, der mit dem Satz: „ Das war's für mich!", vom Bock steigt. Auch Thomas fährt zwei Runden. 09:30 Klaus ist an der Reihe. Nach 7 Stunden Schlaf fit wie ein Turnschuh schwingt der sich auf seinen Drahtesel und stürzt sich in die Hatzenbacher Abfahrt. 10:30 Wie heißt es so schön? Wer schläft sammelt Kräfte, so auch Klaus. Der verlangt am Wechselpunkt nach einer Banane und weiter geht's in die nächste Runde. 11:30 Thomas unser Held macht noch eine Runde und damit die 20 Runden voll! (wenn ich mich im Text nicht verzählt habe) 13:00 Ist das Rennen offiziell zu ende. Die Teams fahren geschlossen über die Ziellinie und erhalten eine Medaille. Blöd nur, dass wir das nicht wussten und somit auch keine Medaillen erhalten haben. Irgend wann sind uns diese Dinger aufgefallen, weil alle damit rum liefen. Unser Team schaut in die Runde, Klaus verliert und wird zum Medaillen holen geschickt. Geile Teile!!! 14:00 Alle sind mit den 2 ½ Tagen zufrieden, auch mit der Platzierung: Platz 380. Fazit - Super Veranstaltung, da kann auch der Regen machen was er will.
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