| Die Reise nach Glogowek |
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Alle 18 Radsportler der Glogowek-Tour und die 4 Betreuer in den Begleitfahrzeugen sind glücklich und zufrieden in Glogowek angekommen.
Die Radsportler haben eine Leistung vollbracht, vor der man nur den Hut ziehen kann. So haben sie in den 8 Tagen 1.150 km und 12.500 hm zurückgelegt. Das ergibt eine durchschnittliche Tagesleitung von 143 km und 1.556 hm, ein absolut strammes Programm. Eine Feier in Glogowek ist für den Abend angesagt, die wohl der eine oder andere nicht überstehen wird, was aber nicht ganz so schlimm sein dürfte, da am Samstag die Heimreise per Bus angetreten wird. Etappe 1 - Rietberg - Bad Wildungen Freitag, 4. Juni 2004 Streckenlänge: 130 km [128 km; 1.300 hm] Tagesbericht: Die erste Etappe ist geschafft. Bei Dauerregen und Temperaturen um die 13 Grad haben die Radsportler in 2 Gruppen das Ziel Bad Wildungen erreicht. Die Sportgruppe 1, also die, die es immer etwas eiliger haben, waren um 17:00 Uhr (MEZ) am Ziel. Die Gruppe 2 hingegen hatte etwas mehr von der Landschaft (in Wirklichkeit nur etwas mehr vom Regen) und kam um 17:30 Uhr (MEZ) am Homberger Hof an. Etappe 2 - Bad Wildungen - Eisenach Samstag, 5. Juni 2004 Streckenlänge: 132 km [G1: 145 km; 1.550 hm] Tagesbericht: Gleich nach dem Aufsitzen ging es in die Berge. Ein stetiges Auf und Ab, bei Steigungen bis zu 10%, begleitet die beiden Gruppen bis nach Eisenach. Bei so vielen Bergen wurde der Besenwagen erstmalig auf dieser Tour genutzt. Das Wetter war wechselhaft, mal Sonne, mal Regen, so um die 14 Grad. Etappe 3 - Eisenach - Ziegenrück Sonntag, 6. Juni 2004 Streckenlänge: 163 km [G1: 183 km; ? hm] Tagesbericht: Von der Etappe gibt es nicht viel zu berichten, da alle mit dem Radfahren beschäftigt waren. Die Strecke ging durch den Thüringerwald und hatte mehr Steigungen als sich das wohl der eine oder andere vorgestellt hat. So war während des ganzen Tages der Bulli für die Gruppe 2 voll im Einsatz. Bei trockenem Wetter, um die 20 Grad ging es dann nach Oberhof, wo es sich auf der Höhe bis auf 13 Grad abkühlte. Etappe 4 - Ziegenrück - Annaberg-Buchholz Montag, 7. Juni 2004 Streckenlänge 126 km [132 km; 2.100 hm] Tagesbericht: Diese Etappe sollte eigentlich als Regenerationstag in die Geschichte dieser Tour eingehen. Es kam alles ganz anders und so läuft der Tag unter dem Motto: "Quäl Dich Du Sau!". Gegen 09:30 Uhr starteten die Gruppen im Voigtland, um einen sonnigen Tag auf dem Rennrad zu genießen. Es ging hauptsächlich über die Bergkämme, ein leichtes Auf und Ab, so wie man sich das wünscht. Bei guter Aussicht in die Täler "lief es wie ein geölter Blitz". Nach 70 km war dann Essen fassen angesagt. Bei Sonnenschein und leichter Steckenführung wurde das Mittagessen sehr kalorienreich und in größeren Mengen als an den Vortagen zu sich genommen. Einfach Klasse so'n Tag, den man leicht nach Hause schaukeln kann. Nach einer guten Stunde hieß es dann Aufsitzen zur Weiterfahrt. Kaum auf dem Rad musste der reichhaltig gefüllte Magen über richtige "Rampen" gequält werden. Wände mit bis zu 16% Steigung tauchte plötzlich aus dem Nichts auf. Zum abko....! Warum mache ich das eigentlich? Sind wir alle nur doof? So oder so ähnlich haben wohl einige der Radler gedacht als sie sich über die Berge schleppten. Die Linderung war ständig präsent! Die beiden Begleitfahrzeuge. Wenn jetzt einer denkt: "Tür auf, Radfahrer samt Rad rein, Tür zu, Berg hoch, aussteigen, der nächste!" der irrt sich. Alle Fahrer haben diese Tortur auf dem Rad hinter sich gebracht. Die Begleitfahrzeuge haben mit Verpflegung Unterstützung gegeben. Säfte, Bananen, kleine Würstchen, Müsliriegen und vieles mehr wurde wir bei den Profis aus dem Fahrzeug an die Radler weitergegeben. Richtig Profihaft also, ein Dank auch von uns, die wir da auf dem Sofa liegen. Fehlt noch die Tagesleistung: Beide Gruppen fuhren 132 km und 2.100 hm.{mospagebreak} Etappe 5 - Annaberg-Buchholz - Bad Schandau Dienstag, 8. Juni 2004 Streckenlänge: 139 km [145 km; 2.000 hm] Tagesbericht: Der 08. Juni 2004 wird als bisher langweiligster Tag beschrieben. Keine Ausreißversuche von Peter, Gerd ist ganz normal gefahren, alle waren eigentlich irgendwie froh ohne größere Anstrengungen das Ziel erreicht zu haben. Nur Helmut hat auf sich aufmerksam gemacht. Die Gruppe 1 stand fertig in voller Montur zur Abfahrt bereit, als Helmut erstmal anfing die Pedalen abzuschrauben, die Tretplatten von den Schuhen zu lösen, um alles neu auszutauschen. Blöd war nur das die neuen Platten und Pedalen nicht zusammen passten, also alles wieder rückwärts. Zum Schluss wie immer die technischen Daten: 145 km und 2.000 hm. Etappe 6 - Bad Schandau - Benecko Mittwoch, 9. Juni 2004 Streckenlänge: 160 km [G1: 149 km; 2.300 hm] Tagesbericht: Das Riesengebirge schlägt zurück oder so. Mittelgebirge ist Mordgebirge sagt man und es hat sich heute bestätigt. Den ganzen Tag nur Berge, ein Rhythmus war nicht zu finden und so kam was auf dieser schwären Tour kommen musste. Die Gruppe 2 war Angesichts der noch bevorstehenden Etappen nicht mehr Willens und in der Lage die letzen 20 km bei Steigungen um die 12% zum Hotel hoch zu fahren. Die Zeit hat hier sicherlich auch eine Rolle gespielt, da das letzte Teilstück gegen 19:00 Uhr hätte in Angriff genommen werden müssen. Die Bulli's haben den Transfer von einem Cafe, in dem es sich die Gruppe 2 hat gut gehen lassen, zum Hotel übernommen. Also doch, auch die Gruppe 1 fährt Bulli und das gleich unisono. Die Jung's hatten die Köpfe zu tief, keiner hat auf die Wegweiser geachtet und so ging es erst mal in die verkehrte Richtung. Irgendwo im Wald war dann "end of transmission", nur noch Schotterweg. Zu allem Überfluss fing es auch noch an zu regnen, so dass sich die Mannschaft auf einen Hochsitz rettete, um die Bulli's zu rufen. Ein Transfer von 40 km brachte die Truppe wieder auf den richtigen Weg. Etappe 7 - Benecko - Polanica Zdroj Donnerstag, 10. Juni 2004 Streckenlänge: 135 km [G1+G2: 144 km; 1.000 hm] Tagesbericht: Der heutige Tag war zur Entspannung. Keine besonderen Vorkommnisse, so dass es außer ein kräftiges Gewitter nichts zu Melden gibt. Gefahren wurden 144 km bei 1.000 hm. Etappe 8 - Polanica Zdroj - Glogowek Freitag, 11. Juni 2004 Streckenlänge: 114 km [120km] Tagesbericht: Die letzte Etappe war wohl die einzige Flachetappe auf dieser Tour. So rollten es den ganzen Tag bei durchschnittlich 30 km Richtung Glogowek. Zwei Stunden vor dem Ziel musste Petrus noch mal die Schleusen öffnen und den Radlern das Wasser bis tief in die Kleidung treiben. Unser rasender Reporter Jupp gab den Tagesbericht aus einer Kneipe ab, in der sich die Mannschaft aufwärmte und trocknete, bevor man dann nach Glogowek einrollt. |