| Durch die "Grüne Hölle" |
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Helmut stellte sein Wohnmobil zur Verfügung und ab ging's in die Eifel. Wettervoraussage war gut, Vorfreude und Nervosität vermischten sich. Am Ring angekommen, ergab sich eine Wartezeit von 5 Stunden, ehe die vorgebuchte Parkparzelle gegen 23:30 Uhr erreicht wurde. Nach einem Briefing am Samstagmorgen fiel dann um 13:15 Uhr der Startschuss. Ralf R. hatte sich vorgenommen, als Einzelfahrer das Rennen aufzunehmen. Lange und schwere Strecken sind seine Spezialität. Klaus, Peter, Helmut und Norbert starteten als 4-er Team im Staffelverfahren. Klaus war es vorbehalten, sich von Rudi Altig auf die 1. Runde schicken zu lassen und so konnte er nach 55 Minuten Schwerstarbeit an Norbert übergeben. In ähnlichen Zeiten absolvierten auch Helmut und Peter ihre Runden. In der Nacht wurden dann von jedem Mitglied des Teams jeweils 2 Runden gefahren, um dadurch eine längere Ruhephase zu bekommen. Am Morgen des anderen Tages ging es aber wieder mit Einzelrunden weiter. Es war ungewöhnlich warm am Ring, selbst in der Nacht gab es kaum ein frisches Lüftchen. Doch diese Verhältnisse gegen Kälte und Regen tauschen? Niemals. Doch was steckte alles in diesen Runden? Über die neue Grandprix-Strecke, vorbei an der Mercedes-Arena, geht es auf die Nordschleife. Bei der Abfahrt in die "Fuchsröhre" wurden 94 km/h bei Tageslicht und bis zu 85 km/h in der Nacht von den RSC-Fahrern erreicht, ehe es dann wieder 4 Kilometer bergauf geht, wo die Steigung zwischen dem "Karussell" und der "Hohen Acht" bei 17 Prozent liegt. Hier konnte schon so mancher unfreiwilliger "Bergwanderer" überholt werden. Weiter ging es dann rauf und runter bis zum nächsten Wechsel. Jede Runde hatte ca. 25 Kilometer und knapp über 500 Höhenmeter in sich. Eine Herausforderung, die dem Radsportler alles abverlangt. Jedoch kein Gegenverkehr, breite Straßen ohne jede Beschädigung. Doch es waren auch einige kritische Situationen zu überstehen, wie z.B. eine abgefallene Frontleuchte in der Nachtrunde oder einen flatterhaften Hinterbau bei Höchstgeschwindigkeit. Oft kamen die Curbs in den Kurven doch mächtig nahe. Doch alles ging gut, nicht einmal ein Plattfuß war zu beklagen. Leider konnte Ralf seine 24-Stundenfahrt nicht durchziehen. Nach 8 Runden war sein Allerwertester trotz entsprechender Prophylaxe dermaßen geschunden, dass ein Weiterfahren nicht mehr möglich war. Das 4-er Team konnte nach 24 Stunden mit 23 erreichten Runden abschließen und holte von 661 Teams den 337. Platz. In der Kategorie Ü50 reichte es sogar zu Platz 28. Er hat sich gelohnt, dieser Trip zur Nürburg. nobu |