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Markus Kottenstette blickt auf sein Radsportjahr 2010 zurück.
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Seine Passion ist das Zweirad mit dem "krummen" Lenker. Ob auf dem Asphalt oder im Gelände. Er lässt kaum was aus. Da lässt sich einiges berichten, von unserem C-Klassen-Fahrer. Doch nicht nur von der Rennstrecke, sondern wenn der prall gefüllte sportliche Terminkalender es erlaubt, auch von der ein oder anderen RTF.

Wieder ist ein Jahr vollbracht und wieder ist... Die Rennsaison neigt sich dem Ende zu, so dass es Zeit wird, das Jahr Revue passieren zu lassen.

 

Das neue Jahr beginnt mehr als eisig. Am 03.01. stehe ich also bei -8° Celsius in der dritten Startreihe des "Vechtaer Querfeldeinrennen am Reiterwaldstadion". Es ist eines meiner Lieblingsrennen im Crosskalender und deshalb habe ich auch reichlich Reklame gemacht. Mein Kumpel Reiner ist nicht rechtzeitig auf den Baum gekommen und muss deshalb als mein persönlicher Supporter herhalten. Der Parcours ist schneebedeckt und gefroren. Der Start verläuft vielversprechend aber leider nicht lange. Irgendwer im vorderen Feld nimmt eine Bodenprobe und reißt das halbe Feld mit. Ich beteiligte mich mit einem gestreckten Flachköpper. Astrein! Rauf auf das Rad und weiter. Das Feld habe ich noch ein wenig aufrollen können, aber mehr als ein 15. Platz ist leider nicht herausgesprungen.

Am Mittwoch den 13.01. finde ich mich auf einem arschkalten Parkplatz in Surhuisterveen (Holland) wieder. Schnee, Eis und -10° Celsius haben alles im Griff. Das Rennen wurde von vielen Leuten angepriesen und ich nutze den Überstundenabbau um an diesem Rennen („16e Internationale Centrumcross") teilzunehmen. Um die Anreise zu optimieren, fahre ich mit Stephan zusammen hin. Nach ungefähr 42 Minuten und etlichen Rutschpartien finalisiere ich auf Platz 21. Gut, hier bin ich nun auch schon einmal gefahren. Stichwort: WELTREISE.

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Surhuisterveen im Januar, auch schön.

 

Samstag, 23.01. Weltmeisterschaft. Ja genau, Weltmeisterschaft zwar nur die der Masters, aber es ist die ganz offizielle Weltmeisterschaft der UCI. Nennt sich ganz offiziell: „UCI Cyclo-Cross Masters World Championchips". Und glaubt mir, hier gibt der ein oder andere sein letztes Bein, um den Titel sein eigen nennen zu dürfen. Meine Hoffnungen und Erwartungen sind an dieser Stelle sehr gedämpft. Ich bin halt realistisch. Aber die Atmosphäre ist klasse und von daher lasse ich mir das nicht nehmen. Suboptimal ist auch ein Trainingsturz zwei Tage zuvor, bei dem ich einmal mehr einige Blessuren und eine Rippenprellung davon getragen habe. Egal, jetzt bin ich hier am Start und es ist warm. Sehr warm sogar etwa 8° Celsius, das ist wie Sommerurlaub nach der ganzen Kälte bei uns. Ich stehe in der vierten Startreihe und komme am Start auch gut weg. Nach 200m geht es 90° links und auf den Strand. Ab hier wird gelaufen. Ein Italiener drückt mir sein Rad in meine Rippen. Aua! Mir schlägt es die Luft weg. Irgendwie bringe ich das ganze dann hinter mich. Platz 47 ist der Dank und natürlich eine UCI Urkunde von dieser Weltmeisterschaft. In meiner Klasse gewinnt Jens Schwedler einmal mehr sehr Überlegen und darf sich nun zum zweiten Mal in Serie Weltmeister schimpfen. Außerdem legitimiert ihn das, dass ganz Jahr im Weltmeistertrikot Wettbewerbe zu bestreiten. Herzlichen Glückwunsch!

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Heel veel Sand. Dabei heißt das doch Rad fahren. Master WM in Mol (Belgien)

 

Die Crosssaison ist nun beendet. Am 06.02. steht der „14. Herzebrocker Cross-Duathlon" auf meiner Menüfolge. Das bedeutet, viel (zu viel) laufen und 'nen bisserl Radfahren. Leider ist der Laufanteil immens und ich komme nur auf Platz 14 an.

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Puschenwechsel in Herzebrock beim Crossduathlon

 

Der Winter hat die Region fest im Griff. Trainieren ist absolut nicht möglich, obwohl die Saison bereits vor der Tür steht. So nutze ich am 13.03. eine RTF in Hamm als Vorbereitung. Das erste Rennen soll am 20.03. starten „4. Rund um den Surwolder Wald". Ich sage es wegen heftigen Regenfällen ab. Mein Saisonstart auf der Straße beginnt also einen Tag später beim „19. Frühjahrsklassiker - Rund um Rhede". Regen, Kälte und noch mehr Regen und noch mehr Kälte. Ich friere das Rennen im Hauptfeld zu Ende.

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Nasskalt beim Frühjahrsklassiker „Bitburger Classics" in Rhede

 

Am 27. und 28.03. möchte ich das Rennwochenende in Schleswig-Holstein mit Martin bestreiten. Zwei sympathische Straßenrennen stehen dort auf dem Programm („Rund um Ascheffel" und „Giro Nortorf"). Ich kneife abermals auf Grund des Wetters. Zur Belohnung verdonnern mich beide Veranstalter zu einem Bußgeld (Reuegeld), wegen nicht Antretens.

Das Osterwochende steht vor der Tür. Karfreitag fahre ich mit einigen Vereinskollegen eine permanente RTF in Schloß-Neuhaus. Am Samstag folgt die RTF in Mastholte. Das ist traditionell schlimmer als ein C-Klasse Kriterium. Viele Renners aus der Region möchten dort ihre Form testen. Dazu kommt in aller Regel eine kräftige Windkante. Das Wetter ist besser als gemeldet und ich habe kräftig verwachst, weil ich mein Querfeldeinrad benute und mich eindeutig zu warm angezogen habe. Als ich dann an der zweiten Kontrolle anhalte, ist die erste Gruppe weg.

Dienstag, 05.04. „Großer Osterpreis der Bade- und Rotweinstadt Ahrweiler". Petrus hat ein einsehen. Strahlend blauer Himmel und 15° Sonnenschein. Es geht doch. Ich beende das Rennen unspektakulär im Hauptfeld.

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Im Hauptfeld bleiben und Rennhärte erlangen.

 

Ein weiters Highlight steht am 11.04. auf dem Programm. „Rund in Osnabrück-Schinkel" ist eine 3km Runde die sehr gut zu fahren ist. Dauerregen und kalte Temperaturen lassen einen Einsatz von meiner Seite nicht zu. Nennt mich ruhig „Warmduscher".

Das nächste Wochenende ist rennfreie Zeit. Ich nutze eine RTF in Emsdetten als weitere Vorbereitung.

Wetter gut, Strecke gut, alles gut. 25.04. „Rund in Hamm". Schöne Runde bei angenehm warmen Temperaturen in Bockum-Hövel. Hier findet parallel ein Stadtfest statt, was für viele Zuschauer und gute Stimmung an den der Strecke sorgt. Ich habe mir viel vorgenommen, aber leider reicht es nur für das Hauptfeld.

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Und die nächste Kurve. Rundstreckenrennen in Hamm.

 

Samstag, „59. Herforder Straßenrennen am 1. Mai". Bisher habe ich die Rennen in der Elite Klasse absolviert, aber heute habe ich erstmalig „Masters" gemeldet. Der Knoten soll heute platzen. Soll... Vom Start weg geht eine nach der anderen Attacke. Die Ersten fahre ich alle mit. Nur die entscheidende leider nicht. Ich finde mich schnell im abgehängten Feld wieder, in dem sich alle angucken. Das Rennen trickelt also so für mich zu Ende...

Viel schlimmer ist eigentlich, dass ich seit einiger Zeit schmerzen in der linken Wade verspüre. Aus diesem Grunde und der desolaten Vorstellung in Herford sage ich die Landesverbandsmeisterschaft in Attendorn ab. Ist sowieso eine bergige Runde, also nichts für mich. Alternativ fahre ich die RTF in Stukenbrock. Nach 100km zwickt erneut die Wade, obwohl ich mich zurück halte. Ich lege eine Trainingspause ein.

Samstag 08.05. ein Heimrennen. Waldemar veranstaltet sein „Maisprint im Sander Bruch". Vier Runden vor Schluss initiiere ich eine Attacke. Die kurz danach zugefahren wird. Na ja, abermals Hauptfeld. Nach dem Rennen fahren Martin und ich nach Fuldabrück. Hier steht heute das zweite Rennen auf dem Programm. Fuldabrück ist eine schöne Runde, die recht anspruchsvoll ist. Es geht einen Hang hoch und auf der anderen wieder runter. Zur Hälfte zwickt erneut heftig meine Wade und ich steige aus.

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Immer schön vorne bleiben und ja nicht die entscheidende Gruppe verpassen. Sande

 

Die Rennen "Rund um die Kö" am Sonntag, der „72. Int. Westfalen-Preis 2010" Donnerstag und „3. Rund um den Kreuzberg" am Samstag werden gestrichen und Termine beim Physiotherapeuten gemacht. Um der Brisanz Nachdruck zu verschaffen gehe ich am Mittwoch noch zum Blutspenden. Ist mein Deal mit dem „Lieben Gott", damit ich nicht wieder wochenlang ausfalle. Das Blutspenden ist der Form nicht gerade förderlich.

Am 16.05. steht die Premierenveranstaltung (RTF) von Delbrück an. Die haben eine sehr schöne Runde bei kühlen, trockenen Wetter gesteckt. Ich musste sehr stark kämpfen, um die erste Gruppe zu halten. Ich schreibe es meinen Trainingsrückstand und der Blutspende zu. Aber die Wade ist schmerzfrei. Yippie!

Das nächste Heimrennen steht auf dem Programm „7. Internationales Steinhagener Radrennen". Wir (Ralf und ich) bilden die RSC Speerspitze. Ich rechne mir nichts aus. Es läuft aber recht passabel, und ich bin in den vorderen Reihen präsent. Für Attacken ist das Tempo dann doch einfach zu hoch für mich. So entschließe ich mich dazu, 8 Runden vor Schluss einen Angriff zu lancieren. Ich möchte zumindest vom Streckensprecher (Peter R.) anmoderiert werden. Klappt, mehr aber auch nicht. Bin aber trotzdem zufrieden. Ralf konnte sich einige Zeit im Feld behaupten.

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Das Gruppetto in Steinhagen

 

Am Sonntag, 23.05., geht es nach Oberhausen zum "60. Intern. Großer Preis der Möbelstadt Rück in Oberhausen". Eine wirklich schöne Runde mit einem Anstieg a la Stromberg, der 15 Mal zu überfahren ist. Ich reise mit Markus zusammen an. Jetzt das gute daran: NIX! Der absolute Tiefpunkt. Zur Halbzeit bin ich abgehängt, aus, vorbei. Keine Ausrede, einfach schlecht. Schwamm drüber.

Montag (Pfingstmontag) sage ich alles ab und gehe alleine 100km Trainieren.

Samstag 29.05. gibt es einen neuen Anlauf. Es steht an: „3. Jugendrenntag der Sportstadt Düsseldorf". Ein Rundstreckenrennen über 72km. Ich mag die Runde. Sie ist flach, breit, windanfällig und vor allem schnell, sehr schnell sogar. Meine Formkurve zeigt wieder nach oben und ich beteilige mich an den Attacken. Leider ohne Erfolg. Wir biegen mit dem geschlossenen Fahrerfeld auf die Zielgerade ein. Ein Sturz, direkt vor mir verhindert eine bessere Platzierung. So bleibe ich irgendwo zwischen Platz 20 und 25 hängen.

Sonntag 30.05. eine sehr, sehr stürmische Nacht liegt hinter mir und ich melde mich für das erste Rennen des Tages in Lüttringhausen ab. Es ist ein Bergrennen mit einer nicht ungefährlichen Abfahrt. Im Verlauf des Vormittages wird das Wetter erheblich besser und ich mache mich auf dem Weg nach Menden. Anja begleitet mich und soll als Glücksfee dienen. Kurz vor Menden kommen die Wolken zurück und es schauert ein ums andere mal. Ich schwanke ernsthaft ob ich starten soll oder nicht. Da ich nicht alleine bin, habe ich aber keine richtige Chance. Kneifen gilt hier nicht. Start und los. Die Straße ist sehr nass und ich finde nur schwer in das Rennen hinein. Es gibt etliche Stürze. Bevor ich im Rennen Fuß fassen kann, ist die Favoritengruppe weg und wir spielen hinten „Ene mene Muh". Egal, meine Gruppe liegt immerhin noch auf Platz 6. Ein paar unnütze Attacken meinerseits bringen mir am Ende Platz 11. Mit ein bisschen mehr Cleverness wäre hier sicherlich mehr drin gewesen. Schlimmer wiegt am Ende das Formelle. Da ich zwei Veranstaltungen an einem Tag gemeldet habe (Doppelmeldung) und nur eine gefahren bin, habe ich eine zweiwöchige Sperre vom Landesverband bekommen. Diese wird glücklicher Weise später in eine Verwarnung gewandelt. Und dass, obwohl ich in Lüttringhausen bereits Vorkasse geleistet habe. Mit mir sind weitere 25 Sportler verwarnt worden, u. a. Martin, Stefan, usw.

Am Freitag steht das nächste Rennen in Duisburg an. „Rennen um das Wedau-Stadion". Ein schnelles B/C Rundstreckenrennen auf einem 2km Kurs. Beim einrollen fahre ich mir bereits das Hinterrad platt und natürlich habe ich heute kein Ersatzlaufrad mit dabei. Martin hilft mir zumindest damit aus. Leider fährt er Shimano, was nicht wirklich mit meiner Campagnolo Schaltung harmoniert. Ich finde letztendlich einen Gang der fahrbar ist. Schalten geht leider nicht, so dass ich das Rennen mit einem einzigen Gang bestreiten muss. Übrigens ist das Areal um das Wedau-Stadion sehr schön. Dahinter ist ein Badesee und die Regatta-Strecke. Alles schön im Grünen. Da bin ich schon überrascht.

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Kette rechts und unten greifen. Rund um das Wedau Stadion

 

Samstag / Sonntag bin ich in Hessen bei der Mittelhessenrundfahrt. Ich habe ein Hotel in Lollar direkt an der ersten Strecke. Hier lerne ich Andreas und seine Freundin kennen. Connection ist das halbe Leben. Die Strecke in Lollar ist schwer, zu schwer für mich Derzeit. Es geht 200m vor Ziel hoch und nach einer 90° Rechtskurve wird es richtig heftig steil. Ich rette mich bis ungefähr zur Rennhälfte im Hauptfeld, danach muss ich reißen lassen. Ein ums andere Mal habe ich Glück und komme auf der verwinkelten, technischen Abfahrt zurück. Aber irgendwann ist Ende. Ich fahre zu Ende und lande auf dem 22. Platz. Abends gehe ich mit den anderen aus dem Hotel essen. Wir überfallen einen Italiener und putzen dem die Haare vom Kopf.

Sonntag findet das Rennen in Allendorf (Bergkurs mit 8,3km Länge) statt. Au Backe! Hier wird die Straße aber mächtig schief. Das ist überhaupt nichts für mich hier. Die Hessen bestreiten an diesem Anstieg häufig ihre Bergzeitfahrmeisterschaft. Ja nö, is' klar. Den Start beginne ich verhalten. Oben angekommen bin ich bereits in der zweiten Gruppe und leider ist die Abfahrt nicht technisch genug um nochmals zurück zu kommen. Ich nutze den Rest des Rennen und des Wochenendes als Training.  Platz 27 ist kein wirklicher Trost.

12.06. ich fahre die RTF in Bielefeld. Es regnet.

13.06. „47. Bürgerpreis der Stadt Gehrden". Ich weiß auch nicht warum, aber im Raum Hannover finden wenig Rundstreckenrennen statt. Die Runde ist selektiv und etwa 40% der Renners müssen vorher aussteigen. Ich beende das Rennen im Hauptfeld, obwohl hier im Nachhinein betrachtet sicherlich mehr drin gewesen wäre.

Samstag gleich Renntag. „14. Lambert Gombert Gedächtnisrennen" in Ahlen. Eine sehr schnelle flache Runde. Es läuft langsam immer besser und ich fahre zwei Solorunden. Leider leistet mir niemand Gesellschaft und ich falle ins Hauptfeld zurück. Am Ende reicht es noch zu Platz 19.

Am 20.06. stehen einmal mehr zwei Rennen auf dem Programm. Sonntagmorgen ist der Start in Bocholt. Auch eine schnelle Runde mit einer 120° Spitzkehre. Es ist kühl aber trocken. Den entscheidenden Antritt von Guido H. aus S. verpasse ich leider und kann das 80m Loch alleine nicht zufahren. So verpulvere ich zwei Runden lang unnötige Kraft bei heftigem Wind. Im Finale komme ich irgendwo zwischen 20 - 25 über den Zielstrich. Jetzt schnell nach Osnabrück. Hier steht die „Bezirksmeisterschaften Kriterium 2010 Weser-Ems" auf dem Programm. Eine sehr kurze Ovalrunde von nicht einmal 600m Länge. Martin und vor allem Sese dominieren das Rennen nach belieben und fahren zwei Rundengewinne heraus. Ich bleibe im Hauptfeld und spekuliere auf eine Wertung. Meine Frische ist längst dahin, weil ich heute Morgen schon ein Rennen in den Beinen habe. Bei irgendeiner dieser unzähligen Wertungsabnahmen kann ich mich davonschleichen und fahre drei Punkte ein. Das reicht zum 9. Platz.

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Rund im Industriegebiet. Den Blick nicht von Gegner lassen. So auch in OS-Sutthausen. Upps steht ja sogar auf dem Reklameschild.

 

Freitag, 25.06. Coesfeld „Großer COELAN-Preis". Ach du grüne Neune. Ein unharmonischer Stadtkurs mit Kopfsteinpflaster, vielen Löchern und Gullydeckeln sowie Querrillen lässt mich schier verzweifeln. In den schnellen Kurven werden große Fahrer komplett ausgehoben. Ich beende das Rennen aussichtslos zur Hälfte.

Samstag geht es in Münster-Hiltrup an den Start. Das Rennen schimpft sich „66 x Rund um die Marktallee". Überraschender Weise bekomme ich heute Teamunterstützung von Thomas, der heute sein erstes Radrennen in dieser Saison bestreitet. Am Start geht es gleich „auf die Plätze, fertig, los" und Jürgen L. fährt einen Start / Ziel Solosieg ein. Respekt! Die Gütersloher kontrollieren das Feld und mir gelingt eine drei Runden dauernde Solofahrt, mehr oder weniger für die Galerie. Leider bleibt es bei dem Solo, denn ich bekomme keine Unterstützung. Im Finale kämpfe ich mit um die Positionen und werde am Ende 13. Thomas beendet das Rennen leider vorzeitig, weil es ihm noch ein wenig an Rennhärte fehlt. Stefan ist durch seinen Teamkollegen im Feld gefangen und wird Dritter. Entscheidender ist allerdings, dass wir uns entschließen, zusammen an der „9. Bad Krozinger Rothaus-Radsportwoche für Masters" teilzunehmen.

Das WM Viertelfinalspiel Deutschland - England findet genau an diesem Tage statt. Leider - aber Radsport ist Radsport und so starte ich in der Gluthitze von Kassel. Die Beteiligung ist mit etwa 70 Rennern überschaubar, das extrem hohe Tempo und die affenartige Hitze lässt nur 18 ankommen. Ich glaube ich bin 16. gewesen...

Der Juli steht vor der Tür, oder besser ist schon da. Ich starte am Freitag beim „Stadtlohner Kriterium/Nachtuhlenrennen". Ein Nachtrennen mit toller Atmosphäre, vielen Zuschauern, heißen Temperaturen und noch mehr Prämienrunden. Hier gibt es 'nen Batzen Geld einzufahren. Entsprechend hoch ist das Niveau. Alles von Rang und Namen steht an der Startlinie. Akzente kann ich leider keine setzten und rolle von daher im Hauptfeld ins Ziel.

Samstag wird ausgeschlafen.

Sonntag fahre ich mit Markus zusammen nach Schwerte. Eine sehr, sehr schnelle 900m Runde direkt in der Innenstadt. Als ich zur Anmeldung fahre verklemmt sich mein Freilauf und ich muss mein Hinterrad wechseln. Da die Zeit recht knapp wird, kann ich mich leider nicht warm fahren und auch nicht die Schaltung dementsprechend nachstellen. Die Schaltung arbeitete widerwillig. Ich fahre einige Attacken mit, aber die hohe Anzahl an Favoriten neutralisiert sich gegenseitig. Zwei Runden vor Schluss kann ich im Alleingang den Anschluss an eine etwa zwölfköpfige Spitzengruppe herstellen und fahre an der Spitze gleich weiter Tempo. Als ich aus der Führung gehe, übernimmt niemand, so dass wir recht schnell wieder gestellt werden. Markus hat unterdessen mehr Glück als Verstand. Als er eine Kurve bremst, reißt es ihm den gesamten Bremskörper aus der Gabelkrone. Wenn die Schosse auch noch ins Vorderrad gekommen wäre...

Das Wochenende naht und Freitagabend steht das „31. Hoekerfest-Abendrennen" in Herford auf der Speisefolge. Es geht wie jedes Jahr eine zweispurige Straße 500m hoch, 180° Kurve und die zweispurige Straße 500m zurück und wieder eine 180° Kurve. Dazwischen Vollbremsung auf 20km/h und anschließend Beschleunigen bis 55km/h. Bei 60 Runden also 120 Mal. Puh! Es ist heiß, und zwar sehr heiß. Bei diesem Rennen regnet 's oder es brennt der Asphalt. Ich bin vorne mit dabei, bis Dotze mir ins Vorderrad fährt (okay, oder ich ihm). Danach habe ich noch einen winzigen Disput mit jemand Unbekannt und ich fahre das Rennen unmotiviert zu Ende.

Sonntag habe ich ursprünglich in Dorsten gemeldet, entschließe mich dann aber, in Mastholte den Marathon zu fahren. Diese Innenstadtkurse in der Gluthitze bin ich derzeit ein wenig überdrüssig.

Am 18.07. reisen Stefan und ich in aller Herrgottsfrühe nach Biengen zur „9. Bad Krozinger Rothaus-Radsportwoche für Masters" an. In dieser Woche werden sieben Rennen um und in Bad Krozingen ausgetragen. Wir haben unser Dominizil in Biengen bei Vermieter Horst aufgeschlagen. Biengen liegt recht zentral und wir sind von weiteren Teilnehmern der Radsportwoche umgeben. Von den Führenden der deutschen Masters Rangliste sind fünf der ersten zehn vertreten. Einer von ihnen ist Stefan. Er liegt auf Rang 7 und hat einiges zu verteidigen. Unser Start ist heute um 15:30 Uhr in Tunsel. Eine 4,1km lange Runde auf recht schmalen Sträßchen mit einem kaskadierten Anstieg. Drei Ausreißer kontrollieren die erste Etappe von Begin an. Wir sitzen im Hauptfeld fest. Es gehen einige Angriffe, die jedoch alle zurück geholt werden. Das Tempo ist hoch und das Hauptfeld selektiert sich von alleine. In der letzten Runde fahre ich den Anstieg am Anschlag von vorne. Stefan fährt an meinem Hinterrad und ich versuche auf diese Weise das verbliebene Feld zu verkleinern. 800m vor Ziel schlafen mir die Quanten ein. Ich werde als letzter der Gruppe 15. und Stefan zweiter im Hauptfeld (also: 5.).

Montag ist das Rennen bei uns im Ort (Biengen). Leider ein Bergrennen. Der Kurs ist 1,6km lang und hat einen circa 200m steilen Anstieg mit etwa 6 - 8%. Hier fährt niemand auf dem großen Blatt hoch. Nach 12 Runden muss ich winke, winke machen. Jedoch lasse ich mich nicht unterkriegen und ziehe mein Ding weiter durch. Einen nach dem anderen hole ich auf diese Weise zurück und werde 13.

Die Hitze steigt und steigt. Schlatt heißt der Ort am Dienstag. Es ist kanonenheiß und der Kurs geht durch ein enges Sträßchen durch einen Weinberg. Ich stehe am Start früh vorne, um eine gute Ausgangsposition zu haben. Das stellt sich als kontraproduktiv heraus. Es ist so heiß, das das Wasser in meiner Trinkflasche kocht. Im Rennen wird mir schwindelig und ich muss reißen lassen. Quäle mich aber noch durch und werde 18.

Zeitfahren steht am Mittwoch auf dem Programm. Außer Stefan und mir haben alle anderen, wirklich alle, das allerfeinste Zeitfahrmaterial zur Verfügung. Wir gehen kollektiv leer aus.

Donnerstag sind wir in Hausen zu Gast. Ein astreiner flacher, windanfälliger 5,1km Parcours. Alles super bis auf das Wetter. Statt über 30° ist das Thermometer auf 20° gesunken und was das Schlimmste ist, es regnet und zwar aus Kübeln. SUPER!!! Vom Start weg habe ich große Probleme mit der Sicht. Es geht primär über Wirtschaftswege, die in den vergangenen Tagen ordentlich Dreck aufgesammelt haben. Der Mist landet nun in der Hinterradfontaine der vorausfahrenden Renners und irgendwann in meinem Antlitz. Meine Brille ist kräftig beschlagen und ohne fahren geht auch nicht. So beschließe ich, dem ganzen ein wenig zu entkommen und attackiere mit vier anderen. Wir kommen auch weg und kurbeln zwei bis drei Runden vorne 'rum. Leider geht einer recht schnell flöten und kurz darauf herrscht bei uns Uneinigkeit. So kommt es zum Zusammenschluss und letztendlich zum Massensprint. Ich werde 17.

Der Freitag ist als mein Ruhetag vorgesehen. Stefan ist anderer Meinung und ich dann auch. Also gut, Bergzeitfahren. Es geht eine Nebenstraße hoch in ein Kaff namens Geiersnest. 7,8km Qual bei kühlen Temperaturen. Kurz vor dem Start setzt der Regen wieder ein. Während ich mich den Berg hochquäle, nimmt der Regen immer stärker zu und mündet in einen Hagelschauer. Ich werde 12. Oben herrschen gefühlte 5° Celsius und ich friere mir die Eier ab. Mit Stefan begebe ich mich in die Abfahrt (Bibber) und anschließend zurück in unser Apartment.

Samstag steht das letzte Rennen auf dem Programm. Ein Kriterium in Bad Krozingen City. Nette Leute, nette Runde und das Wetter ist wieder trocken. Ich werde 16. Anschließend geht es zurück nach Hause.

Nach einer sehr, sehr kurzen Nacht treffe ich mich am Sonntagmorgen um ... Uhr mit Martin, um am „4. Wegberger Grenzland Rennen" teilzunehmen. Einer meiner Lieblingsrunden. Ich bespreche die Taktik mit Martin und wir legen los. Ab Rennhälfte fahre ich vorne und beteilige mich aktiv an den Angriffen. Die entscheidende Gruppe ist weg, doch leider ohne mich. Als die zweite Gruppe wegfährt, setze ich nach. Zusammen mit Andreas fahren wir drei Runden Anschlag, um hinzukommen. Danach sind wir beide „blau" und die Gruppe lässt die Füße hängen. Toll! Um das ganze Unterfangen irgendwie zu retten, arbeite ich zuviel und werde mit dem Vorletzten Platz (12) in der Ausreißergruppe auch prompt bestraft. Na ja, wenigstens ist die Gruppe durchgekommen.

Der Freitag (30.07.) steht ganz im Licht der „19. City Nacht Rhede - Bitburger Classics". Hier treten u. a. die Profis der Tour de France an, um sich dem Heimatpublikum zu zeigen. Das wird denen auch sehr gut honoriert. Wir starten im Rahmenprogramm. Es gibt eine Fahrerpräsentation und „Hacke, Spitze, eins, zwei, drei". Für alle Radsportinteressierte eine interessante Veranstaltung. Ich reise mit Martin und Frank an. Martin fährt nach langer Soloflucht auf Platz zwei. Respekt! Frank wird abgehängt und ich beende das ganze im Hauptfeld. Auf dem Rückweg bemerkt Martin, dass seine Radpuschen fehlen. Wie gewonnen so zerronnen.

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Wenn man sich zur Flucht entscheidet sollte man auch „durchziehen".

 

Samstag geht es mit Stefan ins Rheinland (SWK Classic - 14 Krefelder Nacht). Wieder ein Kriterium mit den Stars. Die Runde ist echt ätzend. Sehr kurz und mit viel wechselnden Fahrbahnbelägen. Kurz nach dem Start beginnt es zu regnen und es wird arschglatt auf den Betonplatten und dem Pflaster. Ich fahre - wie viele andere auch - zu mädchenhaft und werde abgehängt. Mal ehrlich: Egal! Stefan beisst sich fest und wird aus dem Feld noch Siebter. Sein Preisgeld endet in einen gemischten Eisbecher für ihn und mich. Lecker. Beim Verzehr schauen wir uns das Profirennen an. Hier gibt es eine Reihe von Stürzen. Zwei werden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und die Profis weigern sich auf diesem Kurs weiterzufahren. Es kommt zum Eklat und das Rennen wird abgebrochen.

Am Sonntag (01.08.) treibt es uns abermals ins Rheinland. Der Tag der Homosexualität (Games Cologne - Gaydays) steht an. Stefan und ich sind uns einig und tragen olle Bollerbuxen. Man(n) weiß ja nie... Gefahren wird heute auf der Pfingsmontagsrunde in Longerich. Zu beginn probiere ich ein paar Mal in eine Gruppe zu kommen, aber es schlägt fehl. Irgendwann geht eine Gruppe und wir können nur noch hinterher glotzen. Das Rennen trickelt so vor sich her und plötzlich kommt es an einer Verengung zu einem Massensturz. Der Sturz passiert auf der linken Seite und entwickelt sich schnell zu mir rechts herüber. Bei über 45km/h mache ich einen sauberen Überschlag und lande rücklings auf einem Verkehrsteiler samt Barke. Der Rest des Feldes macht es sich unterdessen auf mir gemütlich. AAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUU!!!!!!!!!!!!!!!!!! Alles was noch halbwegs laufen kann schwingt sich auf das Rad zurück und hetzt dem Feld hinterher. Ich bleibe erst einmal liegen und checke ein Körperteil nach dem anderen. Mein Trikot ist über und über voll Blut und mein Helm ist so nach hinten gerutscht, dass meine Oakley Sonnenbrille auf der oberen Stirnpartie sitzt. Die Krankenwagen rasen herbei und ein Sanitäter spricht mich an. Dabei beginnt er bereits mir ein Plastikstabilisierungsteil anzulegen. Hallo? Ich zeige auf meine Kauleiste und frage ihn wie es da so aussieht. Er nickt wohlwollend und ich beginne mit meiner Zunge drin umherzufahren. Hm, normal. Und, und, und mein Gesicht? Er nickt wieder. Auf den Rücken liegend hebe ich leicht den Kopf und schaue an mir 'runter. Tja. Ich bewege meine Füße, erst rechts dann links und beuge die Beine. Danach das ganze mit den Armen. Soweit lala. Geh mir bloß weg mit dem Plastikding, rufe ich dem Sani zu. Ich nehme den Helm ab und richte mich in absoluter Zeitlupe auf. Der Sani protestiert und verweist auf einen Arzt. Ja, ja. Das ganze Blut stammt glücklicherweise nicht von mir und meine Beine haben nicht eine Schramme. Um mich herum werden einige anderer versorgt und es warten weitere vier Krankenwagen auf ihre Beschickung. Ich muss etliche Minuten so dagelegen haben. Das Feld ist circa acht Mal vorbei gefahren. Wo ist eigentlich mein Rad. Komisch das ich erst jetzt daran denke. Ach, du ahnst nicht, die Laufräder sind stark demoliert und der rechts Schalt-/ Bremshebel steht in der Prärie. Lenkerband und, und, und... Sechs Mitstreiter werden direkt ins Krankenhaus gefahren. Unterdessen raffe ich mein deformiertes Zeugs zusammen und latsche zum Auto. Das Feld fährt weitere vier Mal an mir vorbei und viele Fragen nach meinem Befinden. Nach dem Duschen untersuche ich meinen Körper. Der Rücken weist ordentlich Schürfwunden auf und ich habe eine kräftige Rippenprellung und einige andere kleinere Prellungen davongetragen. Schon wieder. Das Trikot und Hose ist komplett zerrissen und der Helm verbeult, aber er hat Schlimmeres verhindert.

Die Woche vergeht und die Schmerzen sind fast wieder vergessen, bis auf die Rippenprellung. Aber es ist Samstag und damit Renntag. Ich fahre nach Rhede zum „Helmut Wieling Gedächtnis Rennen". Eine sehr kurze Runde von 800m Länge, die aber mega schnell ist. Das mag ich. Ich positioniere mich bei den vermeintlichen Favoriten und fahre die eine oder andere Attacke mit. Erfolglos. Es beginnt zu regnen. Ich rolle als Schlusslicht das Rennen zu Ende. Ein sportlicher 44km/h Schnitt steht am Ende trotz des Regens auf dem Tacho. Ach ja, nur so zu Info: Stefan, Martin, Frank usw. sind in Bochum im Sonnenschein gefahren.

Stefan bequatscht mich, dass ich unbedingt mit nach Köln-Mülheim kommen soll, am Sonntag. Widerwillig lasse ich mich breitschlagen. Was 'ne Kackrunde! Geht überhaupt nicht. Es regnet wieder, aber wir haben diesmal Glück, es klart etwa 30 Minuten vor dem Start auf. Zur Hälfte werde ich in einem Sturz eingebaut und kann mit viel Glück und Können einen Sturz meinerseits verhindern. Leider verliere ich dabei den Anschluss an das Feld. Fünf Runden lang versuche ich alleine ins Feld zurück zu kommen. Als dieses misslingt, nehme ich die Beine hoch und lasse mich überrunden, um das Rennen wenigstens durchzufahren. Kurz nach dem Rennende gibt es den nächsten Hagelschauer...

13.08. Stefan und ich sind richtig in Fahrt gekommen. Diesmal vergewaltige ich ihn, ein Rennen in Holland zu fahren. „Ronde van Neede" heißt der Event und befindet sich gleich hinter der Grenze. Die Startaufstellung ist ein wenig „strange" und Stefan steht vorne und ich leider hinten. Bis heute weiß von uns keiner, ob es nun ein Kriterium oder ein Rundstreckenrennen war. „Auf die Plätze fertig los" und ich bin in Windeseile abgekoppelt. So werde ich überrundet und beiße mich dann im Hauptfeld fest. Stefan holt eine Prämie und wird 13. Das ergibt eine Wahnsinnspreisgeld von 8 Euro. Wir lachen uns auf dem Rückweg darüber tot.

Am Samstag gibt es ein Kriterium in Willingen. Und zwar auf „Siggis Hütte". Ich fahre mit meinen Freunden hoch und wir feiern mit reichlich Alkohol bis Sonntagmittag. Puh!

Samstag bin ich wieder nüchtern und es steht das „2. Osnabrücker Radkriterium" auf dem Plan. Alle Mann an Bord - die gesamte deutsche Rangliste. Ich lande im Hauptfeld.

Sonntag ist Kleve. Auf biegen und brechen probiere ich in die entscheidende Gruppe zu gelangen. Ohne Erfolg. Ich werde 22.

Freitag beginnt die „Paderborner Radtriologie" mit dem ersten Rennen in Delbrück. Es regnet bei der „6. paragon-night in Delbrück" und ich entscheide mich gegen das Rennen und schaue „nur" zu.

Die zweite Etappe startet in Paderborn auf einem schnellen Rundkurs in Zentrumsnähe. Zur Hälfte fährt eine vier Mann Gruppe davon. Drei Runden vor Schluss attackiere ich aus dem Hauptfeld und bekomme Unterstützung in Person von Frank. Wir halten bis zur letzten Kurve das Hauptfeld auf Distanz. Leider werden wir dann 250m vor dem Ziel gestellt. Ich rette einen 19. Platz.

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Noch können Frank und ich das Peloton in Paderborn auf Distanz halten.

 

Es ist Sonntag, nicht irgendein Sonntag, sondern der Sonntag. Heute ist nämlich das „4. Int. Herbramer "mcbuero.de"-Radrennen". Mein Radrennen. Leider bin ich hier noch nie, nie, nie etwas geworden. Aber heute wird alles anders. Mein Deal mit Martin steht und wir wissen beide, was zu tun ist. Laut Regenradar wird es zum Rennen hundertprozentig nicht Regnen. Ja klar, bereits in der Startaufstellung beginnt der nächste Regenschauer. Herzlichen Dank. Auf der klitschnassen Abfahrt verliere ich jede Runde soviel Positionen, weil ich mit den Carbonlaufrädern schlechter bremsen kann. Die verlorene Kraft kann ich nicht mehr gutmachen und steige deshalb nach 4 Runden aus. Martin sitzt bereits frisch geduscht im Auto. Wieder ein Jahr in Herbram vergangen und wieder nichts geerntet.

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Bei Regen macht es noch mal soviel Spaß, wie man sieht. Herbram

 

Freitag (03.09.) starte ich in Beckum (Großer Preis der Sparkasse Beckum). Es ist ein Nachtrennen. Ein sehr hartes Kriterium, bei dem jeder versucht, die letzten Platzierungen einzufahren. Hier finishen erfahrungsgemäß nur etwa 40% aller Fahrer. Ich beende im Hauptfeld.

Samstag nix und Sonntag Doppelstart. Morgens fahren Stefan und ich in die Peripherie von Köln zum „Wappen von Pulheim". Im Finale gibt es einen Massensprint, Stefan wird 9. und ich lande abermals im Hauptfeld. Ungeduscht hechten wir anschließend zum nächsten Rennen in den Pütt zur „37. Internationale Meisterschaft von Dortmund". Ich bin müde und habe schwere Hufe, deshalb reicht es bei mir nur zum durchfahren. Stefan platziert sich als dritter auf dem „Stockerl" und schleppt wieder einmal Blumen mit nach Hause.

Dieses Wochenende steht komplett im Zeichen der „1. Rietberger RadSportClub RTF".

Samstag, 18.09. heute geht es tief in die Lüneburger Heide zur „3. Europäische Radsportwoche im Landkreis Uelzen". Es gibt ein Straßenrennen über 92km auf einem selektiven hügeligen Parcours. Vor Ort treffe ich Stefan und Thomas, die dort das ganze Wochenende fahren. Von Begin an gelingt es mir, das Rennen mit zu kontrollieren. Durch die Schwere der Runde selektiert sich das Feld von Runde zu Runde. Eine frühe Ausreißergruppe mit mir unbekannten Fahrern wird spät im Rennen gestellt. Ein Solist kann das Rennen für sich entscheiden. Leider habe ich nicht den Mut, an der für mich entscheidenden Stelle zu attackieren und beende das Rennen eigentlich enttäuschend auf dem 14. Platz.

Am Sonntag starte ich in Werne. Abermals fahre ich in einer Ausreißergruppe erst zu zweit, später zu viert, Rundenlang vorweg. Doch leider werden wir auch hier 300m vor der Ziellinie gestellt.

Die Querfeldeinsaison steht schon wieder vor der Tür und heute ist der Auftakt in den Niederlanden. Die Veranstaltung heißt: „32e Openingsveldrit van Harderwijk". In den Hauptklassen stehen jeweils 90 Teilnehmer am Start. Hammer! Ich leider wieder einmal ganz hinten. Aber die Runde ist fair und es gibt jede Menge Überholmöglichkeiten. Ich starte gut und kann viele „Veltrijders" hinter mir lassen. Leider fahre ich mir an irgendeinem spitzen Stein einen Schleicher, der mich anschließend zu einem Flachköpper samt Aufgabe zwingt. Das Depot ist außerhalb meiner Reichweite und der Schotter hat mir die Tapete aufgerissen. Den Rest überlasse ich den örtlichen Sanitätern.

Sonntag ist wieder Straßenrennen (Cup der RSG Emsdetten) mit Stefan. Ein Kriterium auf einer schnellen Runde. Es gehen andauern Attacken und auch einige Gruppen. Alle ohne mich. Aber ich habe auch Glück, eine Attacke von Christian fahre ich mit und als er aufgibt ziehe ich 600m von vorne durch. Victor, Stefan und Unbekannt übersprinten mich zwar noch, aber es reicht für Platz vier und damit für einen lausigen Punkt. Mehr sollen es nicht werden, obwohl ich es mehrmals versuche und werde damit 12.

Das letzte Straßenrennen ist am Samstag den 02.10. in Gesmold. Die Straßenrennen sind jetzt rar, weshalb „Hans und Franz" am Start stehen. In der Startaufstellung werden die Führenden der deutschen Rangliste (diese sind zahlreich vertreten) vorgestellt. Mahlzeit! Ich werde irgendwie 19.

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Wer schnell um die Kurve fährt, muss danach weniger hart antreten. Gesmold

 

Die Querfeldeinsaison ist nun im vollen Galopp und ich stehe am Sonntag in Engter (10.10.) beim Weser-Ems-Cup am Start. Das Wetter ist topp und eigentlich schon zu warm, aber egal. Ich weiß auch nicht warum, aber ich finde mich in der Startaufstellung in der letzten Reihe wieder und das bei über 50 Startern. In der Startphase werde ich in sage und schreibe drei Stürze verwickelt, die mich jeweils zum Absteigen zwingen. Ich fahre meiner Meinung nach ganz gut, es reicht aber „nur" für einen 27. Platz.

Video (Carsetn König): http://www.youtube.com/user/attacketv#p/a/u/6/q2sj6pGKF3k

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Tolles Wetter gab es leider nicht so häufig dieses Jahr.

 

Das dritte Querfeldeinrennen bringt mich wieder nach Holland (Samsatg, 23.10.). Der Lauf findet in Hardenberg statt und zählt zur GOW-Serie. Eine geile Runde an einem Freizeitsee mit Camping und allem Pipapo. Ich werde zum tausendsten Mal 19.

Tag drauf ist Deutschland-Cup in Lohne. Die Runde ist nass und sehr rutschig. Ich finde überhaupt keinen Rhythmus und eiere das Rennen mit ach und krach zu Ende.

Video (Carsten König): http://www.youtube.com/user/attacketv#p/a/u/5/C9C1CpJPWN4

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Eine der vielen technischen Passagen in Lohne.

 

Der zweite Lauf des Weser-Ems-Cups findet am Sonntag in Surwold statt. Das ist 5km hinter dem Ende der Welt. Die Runde hat es in sich, denn es geht stetig irgendwo 'rauf oder 'runter. Ächz. Dazu eine Million Baumwurzeln, die durch den einsetzenden Regen rutschig sind. Ich beiße mich durch und werde 18. Durch die tausend Durchschläge kann ich meinen Laufradsatz neu zentrieren.

Am 07.11. (Sonntag) stehe ich in Osnabrück am Attersee (Weser-Ems-Cup) am Start. Irgendwie kann ich zu dieser Runde keine Beziehung aufbauen. Ich knautsche mich auf Platz 20. Obwohl - im Finale läuft es immer besser und wer weiß...

Video (Carsten König): http://www.youtube.com/watch?v=LFhxLUZ5S2Y

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Man kann auch Urlaub machen am Attersee in Osnabrück.

 

Samstag drauf ist der „Rennbahn Cross" in Hannover-Wülfe in und um die Radrennbahn. Ich mag das Ding. Leider ist es für meinen Geschmack eine Spur zu matschig, aber egal, ich lande auf dem 8. Platz.

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Querfeldein ist manchmal auch eine Art Männerballett. Die Radrennbahn im Hintergrund.

 

Mit Andreas geht es am 20.11. nach Lierop in Holland. Hier findet ein National Cross Rennen statt. Eine super schöne, schnelle Runde auf einem Motocross Parcours. Viel Sand, einige Hügel / Böschungen und eine Zeltdurchfahrt. Trotz Voranmeldung werde ich als letzter aufgerufen und kann mir den Start recht entspannt von hinten betrachten. Mir gelingt es, viele hinter mir zu lassen und werde 30.

Tags drauf führt der Weg nach Cloppenburg zum vierten Lauf des Weser-Ems-Cups. Eine sehr technische Runde, die nicht wirklich viele Überholmöglichkeiten bietet. Ich fahre das ganze Rennen Anschlag, aber der Motor kommt nicht auf Touren. Ohne Gegenwehr muss ich meine Konkurrenten auf den Geraden ziehen lassen. Das ist normaler Weise mein Sahnestückchen. Ich werde enttäuschter 24. Einen Tag später bin ich krank. Was einiges erklärt.

Video (Carsten König): http://www.youtube.com/watch?v=yoIeDMUR4Hc

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Boa, ein Hügel nach dem anderen. Die Achterbahn in den Bührener Tannen von Cloppenburg.

 

Am nächsten Wochenende geht es aber bereits weiter. Ich habe die ganze Woche flach gelegen und sitze heute (Sonntag) zum ersten Mal wieder im Sattel. Der Weg führt mich nach Lohne zum Weser-Ems-Cup. Hier findet heute der fünfte Lauf (Weser-Ems-Cup) statt. Nach einigen zuletzt technischen Kursen, ist dieser hier so eine Art Mischung aus allem. Es gibt einige Wurzelabschnitte, einen langen „Hochlaufhügel" und - juchu - eine megalange Start-/ Zielgerade auf einer Straße. Zu allem Überfluss ist es auch noch arschkalt (-5° Celsius) geworden. Nun, zumindest ist das Geläuf dann schön hart. Ich werde als 19. in der Gesamtwertung zum Start aufgestellt. Auf los geht 's los und lege wieder einmal einen Traumstart hin und liege am Ende der Startgeraden recht weit vorne. Leider kann ich auf Grund der vergangenen Krankheit diese Position nicht vehement verteidigen. Spätestens bei der Laufpassage schlafen mir die Mauken ein. Am Ende werde ich 16. und verbessere mich in der Gesamtwertung auf Platz 17.

Video (Carsten König): http://www.youtube.com/watch?v=vB1qNigFLZc

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Schultern, Laufen & Aufspringen, es muss Querfeldeinsaison sein. Doppelhürde in Lohne.

 

Der Frost hat die Region fest im Griff. Die technischen Kurse liegen nun überwiegend hinter mir und ich freue mich auf die schnellen Runden in Rheine und Syke-Barrien. Klarer Fall von Denkste! In der Nacht hat es angefangen zu schneien und die gestiegene Temperatur hat die obere Schneeschicht schmelzen lassen. Der Boden ist gefroren und oben drauf befindet sich nun eine Matschpampe. Ich muss dazu sagen, dass ich auf gefrorenem glatten Untergrund gut klar komme, im Schlamm leider überhaupt nicht. Meine Vermutung ist, dass ich zu sehr an meinem Material hänge und deshalb zu verhalten fahre. Wärst du mit Giselle Bündchen verheiratet, würdest du ihr doch auch nicht schmerzen bereiten wollen, oder? Mein Weg führt mich nach Rheine. Dort findet der sechste Lauf zum Weser-Ems-Cup und parallel die Landesverbandsmeisterschaft NRW statt. Nach einer Runde ist meine Kassette komplett vereist und meine Kette rutsch bei kräftigem Druck über die Zahnkränze. Jedes andere Rennen hätte ich abgebrochen, aber hier ist das Ankommen im Hinblick auf die Gesamtwertung ein Muss. Ich muss laufen, wo andere locker fahren. Zu viel Druck auf das Pedal quittiert mein Material mit klack, klack, knarz. Ich beende das Rennen als 16. beim Weser-Ems-Cup und als 8. bei der Landesverbandmeisterschaft. Jammern gilt nicht - bin trotzdem sehr enttäuscht.

Freitag darauf ist daheim der „Rietberger Adventslauf". Ich nehme es vorweg, ich bin sehr, sehr wenig gelaufen. Aber egal, ich muss ja immer überall dabei sein. Mein Körper dankt es mir mit großem Muskelkater. Welch eine Überraschung!

Samstag: Schmerzen. Treppen laufen tut gut...

Sonntag: Siebter Lauf zum Weser-Ems-Cup

Mein letztes Rennen in diesem Jahr soll auch auf meinem Lieblingskurs (Syke-Barrien) stattfinden. Mein Kopf ist seit ein paar Wochen nicht mehr so richtig bei der Sache. Die Saison ist zu lang. Ich reise früh an, um mich langsam und sehr lange warm zu fahren. Dadurch hoffe ich, den Muskelkater ein wenig einzudämmen. Es läuft im Rennen wieder erwarten ganz passabel. Ich liege lange Zeit in einer vierer Gruppe auf Platz 10. Doch leider fährt mir die Gruppe zwei Runden vor Schluss am Col de Krusenberg (Länge: 150m, Steigung: 22%) davon. Auf der langen Geraden gelingt es mir nicht mehr, den Anschluss wieder herzustellen. Ich bin einfach tot. Allerdings kann ich mit dem 13. Platz auch so ganz gut leben.

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Am Col de Krusenberg muss man sich seinen Weg durch frenetische Zuschauermassen bahnen.

 

Jetzt werde ich die Winterzeit nutzen, um mir Winterspeck und ein Doppelkinn anzulegen. Das erste Rennen im neuen Jahr ist ja erst am 13. März.

 

Mein ganz besonderer Dank gilt den eifrigen Fotografen, die jede Woche auf 's neue diese tollen Fotos machen und die Rennaktion für mich (uns) bebildert festhalten:

 

Marco Alberts:                                    http://picasaweb.google.com/Rennrad89

Markus Nieländer:                               http://www.rsv-guetersloh.de/

Den Jungs von der Squadra Colonia:      http://www.squadra-colonia.de/squadra.php

Andreas Schulz:                                  http://www.andis-radsportfotos.de/

Robert Timmermann:                           http://www.robmeyer.de/index.php?wahl=./Sport

Carsten König:                                     http://www.youtube.com/user/attacketv

Rudie Ottens:                                      http://www.ottie.nl/

 

 
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