15. Rietberger RTF und Volksradfahren
Unsere RTF trotzt der Schafskälte
Der Blick auf das Gelände an der Berglage sorgte am Sonntagmorgen zunächst für leichte Nervosität: Um 7:30 Uhr war noch kein einziger Rennradler zu sehen. Bei den kühlen Temperaturen und Wettervorhersagen wie „vorwiegend trocken“ fragte sich mancher von uns schon, ob die Schafskälte viele Teilnehmer abgeschreckt hatte.
Zum Glück hielt die Sorge nicht lange an. Um 7:35 Uhr rollte der erste Fahrer zur Anmeldung – und danach wurde es schnell lebendig. Am Ende durften wir 420 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei unserer Radtouristikfahrt (RTF) und dem Volksradfahren begrüßen. Damit konnten wir uns über die besten Teilnehmerzahlen seit 2019 freuen.
Unser Präsident Gerd Habrich zeigte sich entsprechend zufrieden: „So eine Veranstaltung funktioniert nur, wenn viele Helfer gemeinsam anpacken und als Team zusammenarbeiten.“ Sein besonderer Dank galt deshalb allen Helferinnen und Helfern, die bereits in den frühen Morgenstunden im Einsatz waren und den ganzen Tag über für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben.
Schon um 8 Uhr setzte sich ein großer Pulk von mehr als 200 Rennradfahrerinnen und Rennradfahrern in Bewegung. Danach riss der Strom der Starter bis in den späten Vormittag nicht mehr ab. Neben den klassischen RTF-Teilnehmern waren auch zahlreiche Sternfahrer unterwegs, die unsere Kontrollstellen auf ihrer Tour ansteuerten. Um 10 Uhr startete außerdem die von Helmut Stockmeier geführte Gruppe der Volksradfahrer zu einem rund 25 Kilometer langen Rundkurs.
Besonders gefreut hat uns, dass selbst einige Fahrer, die spontan ohne Anmeldung gestartet waren, sich nach der Tour noch fairerweise anmeldeten und ihre Teilnahmegebühr entrichteten.
Eine gelungene Premiere war in diesem Jahr das bargeldlose Bezahlen. Ursprünglich nur für die Anmeldung vorgesehen, kamen die mobilen Geräte dank ihrer einfachen Handhabung auch am Würstchenstand und an der Kuchentheke zum Einsatz – ein Angebot, das von vielen Teilnehmern sehr gut angenommen wurde.
Auch prominente Unterstützung war am Start. Jörg Ludewig, ehemaliger Profi aus Versmold und dreimaliger Tour-de-France-Finisher, nutzte die anspruchsvolle lange Strecke als Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathon Ende August. Da er direkt von zu Hause aus losfuhr, standen am Ende beeindruckende 237 Kilometer und 1.740 Höhenmeter auf seinem Radcomputer.
Ganz vorne auf der 150-Kilometer-Strecke war Ludewig allerdings nicht allein unterwegs: Der 17-jährige Luan Sahrhage vom RV Teuto Brackwede absolvierte die Runde in starken 4:17 Stunden, sein erst 15-jähriger Bruder Kian folgte in ebenfalls beeindruckenden 4:46 Stunden.
Besonders gefreut hat uns das viele positive Feedback zu Ausschilderung, Streckenführung, Verpflegung und Organisation. Besonders beliebt waren die beiden langen Sauerland-Strecken über Hirschberg und Nuttlar, die mit knackigen Anstiegen und tollen Ausblicken überzeugten. Aber auch die 74-Kilometer-Runde wurde von zahlreichen Fahrern gewählt, oft als Teil einer längeren Sternfahrt.
Ein echtes Highlight hatte die kürzeste Strecke zu bieten: Der 7-jährige Levi Engel aus Bielefeld bewältigte gemeinsam mit seinem Großvater die 49-Kilometer-Runde. An der letzten Kontrollstation hatte der junge Teilnehmer bereits ein klares Ziel: „Nächstes Jahr fahre ich wieder!“
Genau solche Momente machen unsere RTF jedes Jahr zu etwas Besonderem. Deshalb sagen wir Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Helferinnen und Helfer sowie Unterstützer – und freuen uns schon jetzt auf die nächste gemeinsame Tour!
Wir haben unterwegs natürlich auch wieder viele tolle Momente festgehalten.
Die schönsten Schnappschüsse unserer RTF findet ihr hier:
📸 Bilder-RTF
Außerdem ist ein stimmungsvolles Video entstanden, das die Atmosphäre des Tages wunderbar einfängt:
🎥 Video-RTF